„Sie haben so gut und herzlich gesprochen.“
Zusammengekommen, um zu erinnern. Um still zu werden und Menschen in unserem Herzen Raum zu geben, die wir lieben und die nicht mehr bei uns sind:
In der Markuskirche fand am vergangenen Samstag eine ökumenische Erinnerungsandacht für Trauernde statt – Ein Vormittag voller Wärme, leiser Töne und hoffnungsvoller Gedanken.
Der Anlass der Zusammenkunft war die Liebe – jene Kraft, die verbindet und bleibt, auch wenn Worte fehlen und der Abschied schmerzt.
In einfühlsamen Worten wurde deutlich: Die Liebe endet nicht mit dem Tod. Sie zeigt sich in Erinnerungen, in gemeinsamen Momenten, in Spuren, die ein Mensch im Leben anderer hinterlassen hat.
Manchmal ist sie sanft und tröstend, manchmal schmerzlich und schwer – doch sie bleibt.
Die Andacht, gestaltet von der evangelischen Markusgemeinde und der katholischen Pfarre Maria Frieden, setzte bewusst auf ökumenische Verbundenheit.
In Gebeten, Texten und Musik fanden Dankbarkeit, Trauer, Sehnsucht und Hoffnung gleichermaßen Raum.
Sichtlich bewegt und nachdenklich lauschten die Angehörigen den besinnlichen Texten zum Thema: „Liebe“ und der stimmungsvoll musikalischen Begleitung.
Während der Andacht wurden die zuvor ausgeteilten Kerzen gesegnet, und sollen später zu Hause in den dunklen Momenten ein kleines warmes Licht bringen.
Beim anschließenden gemeinsamen Frühstück entwickelten sich schnell Gespräche. Aber man durfte auch einfach dasitzen und zuhören. „Nichts muss, und das tut gut,“ meinte eine Besucherin und brachte damit das offene, achtsame Miteinander auf den Punkt.
Die ökumenische Erinnerungsandacht zeigte wieder einmal eindrucksvoll, wie tröstlich Gemeinschaft sein kann.
Inmitten der Trauer wurde spürbar: Niemand ist allein mit seinem Schmerz. Und die Liebe – sie bleibt.
Eine Teilnehmerin sagte beim Gehen: „Sie haben so gut und herzlich gesprochen“, ein Satz, der die Atmosphäre des Vormittags treffend zusammenfasste.
Ein herzlicher Dank gilt dem engagierten Vorbereitungsteam, das diesen Vormittag mit viel Einfühlungsvermögen mitgestaltet hat.
Beate Nuyen Ev. Gemeindemitarbeiterin






