Startseite » „Kreuzweg“ – Ausstellung von Hartmut Köhl in der Markuskirche, 1. März – 12. April 2026

„Kreuzweg“ – Ausstellung von Hartmut Köhl in der Markuskirche, 1. März – 12. April 2026

Vom 1. März bis 12. April 2026 ist in der Fischelner Markuskirche die Ausstellung „Kreuzweg“ mit neuen Arbeiten des Malers Hartmut Köhl zu sehen.


Bereits im Jahr 2022 war in der Markuskirche die Ausstellung „himmelhoch – abgrundtief“ mit Turmbildern von Hartmut Köhl und seiner Frau Sabine Franke zu sehen. Ausgehend von einem spielerischen Experiment mit zusammensetzbaren geometrischen Formen entstanden damals kraftvolle Bildkompositionen, geprägt von aufstrebenden Linien, Spiralen und architektonischer Klarheit.
Aus diesen Turmbildern entwickelte Hartmut Köhl nun seine aktuellen Kreuzbilder. Die Werke bestehen jeweils aus sechs Quadraten, die zunächst unabhängig voneinander in Öl gemalt wurden. Erst im letzten Schritt fügte der Künstler je sechs Gemälde zu einer Kreuzform zusammen. Nur behutsam schuf er verbindende Übergänge zwischen einzelnen Segmenten – und doch entfalten die zusammengefügten Bilder eine überraschend geschlossene, harmonische Gesamtwirkung.

Die Kreuzform – bei Hartmut Köhl meist in Form des klassischen lateinischen Kreuzes – ist ein zentrales Symbol des christlichen Glaubens. Sie erinnert an das Leiden und Sterben Christi und steht für die von ihm geschenkte Gemeinschaft und Verbundenheit. In Hartmut Köhls Arbeiten wird das Kreuz darüber hinaus zu einem Sinnbild menschlicher Erfahrungen – vor allem der Brüche, Schwächen, Verluste und Herausforderungen, die jede und jeder Einzelne mit sich trägt.

Diese besondere Dimension der Ausstellung ist eng verwoben mit der persönlichen Situation des Künstlers: Hartmut Köhl hat eine ausgeprägte Farbenblindheit. Dennoch leuchten seine Gemälde in intensiven, differenzierten Farben. Seine Einschränkung ist für ihn ein Antrieb. Aus dem vermeintlichen Mangel entsteht seine künstlerische Kraft.

So wird der „Kreuzweg“ zu mehr als einer Bildserie. Die Werke laden dazu ein, über Gegensätze und ihre Verbindung nachzudenken: Himmel und Erde, Zeit und Raum, Stärke und Schwäche.

Der Schnittpunkt der Kreuzarme – oft nicht eigens hervorgehoben – lenkt den Blick darauf, dass jeder Teil bedeutsam ist. Nicht nur das Zentrum zählt, sondern jedes einzelne Element – und jeder einzelne Mensch mit seinen Stärken und Schwächen.

Die Ausstellung „Kreuzweg“ wird am 1. März 2026 in der Markuskirche im Anschluss an den Gottesdienst eröffnet.
Auch der Gottesdienst steht unter dem Titel „Kreuzweg“ und beginnt
um 10.30 Uhr.

Zur Eröffnung der Ausstellung wird die Malerin Sabine Franke, Ehefrau von Hartmut Köhl, nach dem Gottesdienst durch die Ausstellung führen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!